Philipp Buhl als Drittbester ins Goldfleet
Am Ende 21.
Drei Wochen nach seinem erfolgreichen Weltcup-Auftritt in Spanien (Rang 12) unterstrich Laser-Segler Philipp Buhl aus Sonthofen seine gute Leistungsform. Allerdings beendete er mit gemischten Gefühlen aus zunächst hervorragenden Leistungen und am Schluss eher enttäuschenden Resultaten das sehr hochrangige Weltcup-Event, die „Semaine Olympique Francaise“ (SOF).
Der 20-jährige Junioren-Europameister rangierte in der ersten Hälfte der Serie aus insgesamt 10 Wettfahrten unter den Weltbesten. Mit mehreren einstelligen Ergebnissen und sogar einem Tagessieg lag Deutschlands Topsegler der olympischen Laser-Klasse in den Zwischenklassements einmal an zweiter und später dritter Stelle. Er hatte damit 140 Segler aus 40 Nationen, darunter auch den Weltcup-Sieger von Palma, Javier Hernandez (Spanien) und den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Paul Goodison (England) auf die Plätze verwiesen. „Einen so gigantischen Beginn hätte ich nicht zu träumen gewagt.“, stellte der Athlet vom Immenstädter Segelclub SCAI fest.
(Hyeres, 26./30.04.2010 (Text: fb))
Buhl kam zunächst mit den für die Cote de Azur untypischen und schwierigen Leichtwindbedingungen sehr gut klar, obwohl er eher bei stärkerem Wind grundsätzlich die besseren Karten in der Hand hat. Aber hier kam es wegen Unregelmäßigkeiten des Windes auf die richtige Großraumtaktik und eine gute Winderkennung und -einschätzung ganz besonders an. Dies zählt zu Buhls Stärken, denn er hat sich diese Fähigkeiten bereits in seiner Kindheit und Jugendzeit auf den bayerischen Binnenseen antrainieren können.
Bei den Wettfahrten der Finalserie, in die Buhl mit dem Roten Trikot des Drittplazierte im Goldfleet (hier bestes Drittel aller Starter) Einzug hielt, wurde sein Erfolgspfad steinig und unwegsam. Er schaffte nur mehr Platzierungen zwischen 20 und 30. Im Goldfleet der Laser-Klasse sind dies für einen Nachwuchssegler an sich recht gute Ergebnisse. Aber das Talent aus dem Allgäu setzt seine ehrgeizigen Ziele außergewöhnlich hoch an: „Natürlich will ich gerne ein Ticket ins Medal-Race!“ (abschließendes Finale der besten Zehn).
Damit wurde leider nichts. Buhl trotz seiner unerwartet guten Beginnphase: „Neben der Freude bin ich natürlich schon auch etwas enttäuscht.“ Aber sein Blick scheint stets nach dem Positiven ausgerichtet zu sein, und er stellte fest: „Aus den Ursachenanalysen werd’ ich wieder einiges dazulernen können.“ Der Segler vom Alpsee beendete mit dem 21. Rang und musste damit auch seine Vorreiterposition unter den insgesamt sieben deutschen Startern an Malte Kamrath (Berlin, 16.) abgeben.
Die Sieger der SOF: Paul Goodison (England) vor Andreas Geritzer (Österreich) und Javier Hernandez (Spanien).
Die Mächtigkeit der internationale Leistungsdichte in der olympischen Laser-Klasse der Männer – und dies, wie nur in wenig anderen Sportarten, belegt auch, dass bis zum 16. Rang 16 verschiedene Nationen vertreten sind.
Ergebnisliste Laser Männer Klassen
Medien-Links:
Tagesbericht zu Philipp Buhl
Das Allgäu Online
Sailing News Seglerverband
Deutscher Seglerverband